Ziele - Nelson Mandela Realschule Trier

Besondere Aufgaben- und Handlungsfelder

Inklusion

Inklusion bedeutet „dazugehören“. Darum geht es: Alle Schülerinnen und Schüler sollen von Anfang an gleiche Schulen besuchen und gemeinsam unterrichtet werden. Inklusive Pädagogik geht davon aus, dass jeder Mensch einzigartig und etwas Besonderes ist. Schülerinnen und Schüler können ihre individuellen Fähigkeiten und Stärken einbringen, alle werden einbezogen. Ein von allen Lehrkräften und Förderlehrkräften erarbeitetes Konzept beschreibt, wie das gemeinsame Lernen organisiert werden kann. Dabei stehen immer die einzelnen Schülerinnen und Schüler mit ihren vielfältigen Interessen und Stärken im Vordergrund. Die Anerkennung von Unterschiedlichkeit und die Wertschätzung von Vielfalt sind Merkmale inklusiv arbeitender Schulen. (Inklusiver Unterricht in Rheinland-Pfalz, Mai 2015)

Deutsch als Zweitsprache

Unsere Schule gibt derzeit allein 24 verschiedenen Muttersprachen und 30 Nationalitäten ein Zuhause. Die Unterschiedlichkeit  der Kulturen und vor allem die biografischen Prägungen, die die Kinder auf ihrem Lebensweg bis zu uns erfahren haben bis sie bei uns angekommen sind, sind nicht im Ansatz mit dem Begriff  „Migration“ beschrieben. Diese Kinder bringen viel mehr mit! Und sie brauchen mehr! In diesem Sinne ist der Unterricht in „Deutsch als Zweitsprache“ für diese Kinder und ihre Familien das Wahrnehmen einer zweiten Chance. Und für uns stellt sich der Auftrag, gelungene Integration mit dem Erreichen von Schulabschlüssen und der Persönlichkeitsentwicklung unter bikulturellen Bedingungen zu verbinden.   

Berufsorientierung

Der Beruf ist und bleibt der Schlüssel zur Sicherung der eigenen Existenz und zur Verwirklichung von Lebenszielen. Trotz oder gerade wegen einer unerschöpflichen Fülle an Informationen über berufliche Möglichkeiten wird der Übergang Schule - Beruf für die Jugendlichen immer schwieriger. Dieses „Schritt halten können“ der persönlichen Entwicklung hin zur Annahme und Erfüllung

beruflicher Anforderungen vollzieht sich in einem berufsbiografischen Prozess, der zunehmend unsere Begleitung braucht. Daher setzen wir ab der Klassenstufe 5 altersgerechte Meilensteine zur Selbsterfahrung und Selbstreflexion sowie der Erprobung und Überprüfung in der beruflichen Wirklichkeit. Viele Kooperationspartner aus Wirtschaft und Verbänden unterstützen uns in dieser wichtigen Aufgabe der Berufswahl- und Studienorientierung.

Stärken- und Interessenorientierung

Inklusion und Individualität ernst nehmen bedeutet, Unterschiedlichkeit ernst nehmen. Und das gilt nicht nur in Bezug auf vermeintliche Schwächen und Einschränkungen. Dieses gilt auch für unterschiedlich ausgeprägte Stärken, Begabungen, Talente sowie Interessen und Neigungen aller Schülerinnen und Schüler. Unsere kooperative Organisation als Realschule plus trägt diesem Gedanken in  bildungsgangspezifischen Unterrichtsangeboten und Ausprägungen der Anforderungen Rechnung. Durch Beratung, Gespräche  und vielfältige Feedbacks zum individuellen Leistungs- und Arbeitsverhalten wird die Schullaufbahn aufstiegsorientiert begleitet. Ein breites Spektrum von Wahlpflichtfächern und Arbeitsgemeinschaften sowie zeitlich begrenzten Projekten bietet Handlungsfelder, die eigenen Interessen und Stärken durch die intensive Beschäftigung mit diesen Themen weiterzuentwickeln. Schule muss auch Spaß machen und besonderen Stärken und Interessen einen weiten Platz einräumen. Diesen Platz zu bieten, damit Schülerinnen und Schüler Geltung erlangen, ist Teil unserer Schulkultur.